Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren fand am vergangenen Wochenende der 2. Thüringer Trainerkongress in der Landessportschule Bad Blankenburg statt. Gemeinsam mit dem Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) hatte der Thüringer Fußball-Verband Trainerinnen und Trainer aus dem gesamten Freistaat eingeladen. Rund 100 Teilnehmende folgten der Einladung zur Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema „Individualisierung in einem ganzheitlichen Trainingsansatz“.
Am Freitag stand Hannes Wolf, Direktor für Nachwuchs, Training und Entwicklung beim DFB, als Referent im Mittelpunkt des Kongresses. Wie schon bei der Erstauflage präsentierte Wolf Inhalte der Trainingsphilosophie Deutschland, beschrieb den weiterführenden Ansatz, der einer ständigen Entwicklung folgt und schlug dabei die Brücke zur Individualisierung in einem ganzheitlichen Ansatz. Nach dem theoretischen Teil im Seminarraum folgte die praktische Demonstration auf dem Platz. Gemeinsam mit einem Nachwuchsteam des FC Carl Zeiss Jena zeigte Wolf verschiedene Trainingsansätze direkt in der Anwendung. Die Nachwuchsspieler des FCC lieferten dabei eine engagierte Unterstützung. Nach dem Abendessen bot eine Diskussion und Fragerunde Raum für Austausch mit Hannes Wolf, Scouts aus Bundesliga-NLZs und Vertretern Thüringer Nachwuchsleistungszentren.
Am Samstagmorgen gaben Kai Schröter vom VfL Wolfsburg und Tom Lohmann vom 1. FC Union Berlin Einblicke in ihre Arbeit im Scouting und erläuterten, nach welchen Kriterien Spieler beobachtet und bewertet werden. Lohmann schaffte zudem die Verbindung von Spielersichtung und Kaderplanung aus seiner Praxis bei Union Berlin. Den abschließenden Fachvortrag hielt Annika Burmeister. Unter dem Titel „Kopfgesundheit“ stellte sie die Bedeutung mentaler Gesundheit Für Trainer und Spieler dar. Dabei legte Burmeister Wert auf die Sensibilisierung für das Thema sowie die Frage, welchen Einfluss psychische Faktoren auf Entwicklung und Leistung von Spielerinnen, Spielern und Trainern haben können.
Nach zwei Tagen mit Fachvorträgen, Praxiseinheiten, Diskussionen und zahlreichen Gesprächen verabschiedeten Verbandsportlehrer Claudio Mußler und TFV-Vizepräsident für Qualifzierung Mike Noack die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Damit knüpfte der Thüringer Trainerkongress an seine erfolgreiche Premiere an und bot erneut eine Plattform für Austausch und Weiterbildung für die Vereins- und Nachwuchsarbeit. Begleitet wurde die Veranstaltung neben zahlreichen Trainerinnen und Trainern auch von DFB-Stützpunktkoordinator Heiko Nowak, Vertretern des Thüringer Fußball-Verbandes und dessen Qualifizierungsausschuss, sowie TFV-Vizepräsident für Spielbetrieb Ulrich Hofmann.
Beiträge des Trainerkongresses
- „Trainingsphilosophie Deutschland 2026 – Spielerentwicklung und Schulkonzept“ (Theorie & Praxis) – Referent: Hannes Wolf
- Podiumsdiskussion mit Vertretern aus DFB, BDFL und Nachwuchsleistungszentren
- „Sichtungskriterien und Scouting in den Nachwuchsleistungszentren von VfL Wolfsburg und 1. FC Union Berlin“ – Referenten: Kai Schröter und Tom Lohmann
- „Kopfgesundheit – Aufklärung und Bedeutung von mentaler Gesundheit im Nachwuchsleistungssport“ – Referentin: Annika Burmeister


