Hauptmen

#Landespokal Frauen#siekickt

„Das macht schon was mit den Köpfen“ – Stimmen vor dem Pokalfinale in Dachwig

Am kommenden Freitag, den 12. Juni (18 Uhr), findet das Landespokalendspiel der Frauen in Dachwig statt. Dabei treffen die beiden Regionalligisten 1. FFV Erfurt und die U20 des FC Carl Zeiss Jena aufeinander. Die beiden Kontrahenten kennen sich aus der Regionalliga Nordost bestens und haben auch schon das ein oder andere packende Pokalduell ausgetragen.

Für die Erfurterinnen gelang es zuletzt im Jahr 2020, den Pokal in die Höhe zu strecken – damals mit einem deutlichen Finalsieg gegen die Frauen von Lok Meiningen. Coach Gino Heinze war beim letzten Pokalsieg der FFV‑Damen bereits an der Seitenlinie. Er ist seit 2017 Cheftrainer der Frauenmannschaft und hätte selbstredend nichts dagegen, wenn es in diesem Jahr wieder mit dem Titel klappen würde. „Die Lust ist richtig groß. Neben der Qualifikation für den DFB‑Pokal ist es jedes Jahr unser Ziel, uns Pokalsieger nennen zu können. Den Pokal zu holen ist nun mal eine Riesenauszeichnung. Auch bei den Spielerinnen ist die Lust und Vorfreude da, das spürt man auch im Training. Wir dürfen dieses Finale spielen und mit dieser Einstellung wollen wir es bestreiten“, so Heinze, der mit seinem Team übrigens unabhängig vom Finalausgang bereits für den DFB‑Pokal qualifiziert ist. Die U20 des FC Carl Zeiss Jena hat in diesem Wettbewerb kein Startrecht, da bereits die erste Mannschaft am DFB‑Pokal teilnimmt.

Gino Heinzes Pendant auf Seiten des FC Carl Zeiss Jena, Christian Kucharz, könnte mit seiner Mannschaft am Freitag bereits zum sechsten Mal in Folge den Landespokal der Frauen holen. „Business as usual“ also? Ganz und gar nicht, betont Kucharz: „Das ist ein K.o.-Wettbewerb – das hat Charme. Wir sind Sportler und wenn man als Sportler in einem K.o.-Spiel auf dem Feld steht, dann will man gewinnen. So ein Finale hat man nur einmal, das ist was anderes als ein Ligaspiel. Das sind sportlich tolle Spiele, in denen alles passieren kann. Das macht einen Pokalsieg umso wertvoller. Es ist spürbar, dass das für die Spielerinnen ein Highlight ist“, so Kucharz.

Dass so ein Finale zwischen diesen beiden Teams hochdramatisch werden kann, wurde – wenn es eines Beweises bedurfte – zuletzt im Sommer 2023 deutlich. Damals musste das Elfmeterschießen her, um den Pokalsieger zu ermitteln. Am Ende hatten die FCC‑Frauen mit 8:7 die Nase vorn. Das jüngste Aufeinandertreffen der beiden in der Regionalliga ging hingegen an den FFV. „Das macht schon was mit den Köpfen“, glaubt Erfurts Trainer Gino Heinze, der dabei vor allem einen psychologischen Aspekt mit Blick aufs Finale anspricht. „Du kannst als Trainer immer wieder sagen, dass sie es können, aber da haben wir es eben auch geschafft. Damit ist dann auch ein Stück mehr der Glaube da, dass es geht. Ich glaube, der Sieg kann wichtig für die Köpfe sein, aber ganz und gar nicht so, dass wir jetzt denken, dass wir am Freitag die Favoriten sind“, so Heinze.

Vermutlich wird es eben auch in diesem Match auf die berühmte Tages‑, oder besser die Finalform ankommen, die die Teams am Freitag mit nach Dachwig bringen. „Es wird darauf ankommen, an dem Tag die nötige Frische mitzubringen. Dabei geht es auch um Überzeugung, Selbstvertrauen und eine gute Haltung – und das über die gesamte Spielzeit hochzuhalten“, weiß FCC‑Coach Christian Kucharz. „Es wird auch entscheidend sein, wer weniger Fehler macht“, ergänzt Gino Heinze und sagt weiter: „Ich glaube, für uns ist entscheidend, wie wir in das Spiel reinkommen. Sind wir von Beginn an griffig? Lassen wir dem Gegner zu viel Ballbesitz? Wie ist die Mentalität an dem Tag? Natürlich sollte man das voraussetzen, aber das kann auch hemmen“, so Heinze.

Es ist also alles angerichtet für ein spannendes Finale zweier Mannschaften, die sich bestens kennen und bei dem am Ende, wie so oft im Pokal, Kleinigkeiten den Unterschied machen könnten.