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#Ehrenamt

Im DFB-Club der 100: Peter Zoldhahn, mehr als ein Vierteljahrhundert Multifunktionär

Die Auszeichnung im „Club 100“ steht für besonderes ehrenamtliches Engagement im deutschen Fußball. Jährlich werden aus den Kreisehrenamtssiegern Persönlichkeiten ausgewählt, die sich in herausragender Weise für ihren Verein und den Fußball einsetzen. Thüringen ist mit vier Ehrenamtlichen im „Club 100“ vertreten, die stellvertretend für das große Engagement an der Basis stehen. Peter Zoldhahn ist einer aus dem Thüringer Quartett und bereits mehr als ein Vierteljahrhundert mit außergewöhnlichen Engagement aktiv:

Von Hartmut Gerlach (Mitglied des Ehrenrates)

Dass die Aufnahme in den illustren „DFB-Club der 100“ eine ganz besondere ist, dürfte angesichts der diversen Ehrungen, die damit verbunden sind, jedem klar sein. Denn neben der Ehrungsveranstaltung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den gemeinsamen Auszeichnungstagen mit den Freunden vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) in Thüringen beziehungsweise im benachbarten Bundesland hat auch der vorschlagende Verein etwas von der Würdigung. Denn er erhält neben Minitoren noch ein Ballpaket. Das wird am Sonntag, dem 7. Juni 2026, am Rande des Landesklasse-Punktspiels (Staffel 3) zwischen der SpVgg Siebleben 06 und dem SV 1921 Walldorf durch Ehrenratsmitglied Peter Brenn und dem Funktionär des Kreis-Fußballausschusses (KFA) Westthüringen, Bertram Schreiber, für Peter Zoldhahn geschehen. Grund genug, Peter Zoldhahn vorzustellen. Die anderen DFB-Club 100-Mitglieder werden in loser Folge ebenfalls präsentiert.

Der 66-Jährige war und ist ein Multifunktionär. Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten umfassten in den Jahren beim SV Eintracht 67 Gotha und seit dem 1. Juli 2000 bei der Spielvereinigung Siebleben 06 die eines Nachwuchstrainers, Schiedsrichters und Vorstandsmitgliedes. Zusätzlich wirkte Zoldhahn als Staffelleiter im KFA Westthüringen. Dabei hatte er in dieser Zeit einen Job als Meister für Leit – und Sicherheitstechnik bei der Deutschen Bahn - gelernt hat er Elektrosignalmechaniker - der es in sich hatte. Noch heute wirkt er einige Stunden in der Woche beim Unternehmen, obwohl er mit 66 Jahren längst Rentner ist. Aber am Jahresende wird er nicht weiter als Seniorexperte tätig sein.

Zum Fußball kam er durch einen Freund. Da eine Verletzung dem Spielen ein Ende setzte, konzentrierte sich Peter auf die wichtigen Aufgaben außerhalb des Platzes. Verständlich, dass man ihn in den Vorstand bei Eintracht 67 und später der SpVgg wählte. Als die Anfrage von Dieter Held, Vorsitzender des Spielausschusses im KFA Westthüringen, kam, ob er sich vorstellen könne, als Staffelleiter tätig zu sein, lehnte Peter Zoldhahn nicht ab. Dieses Ehrenamt füllt er seit 2004/05 bis letztes Jahr aus. Und das, obwohl seine Frau nur mit einem Rollstuhl unterwegs sein kann. Zu dieser Zeit war er bereits Mitglied in Siebleben. Ein Wechsel, der für den damaligen Abteilungsleiter Sport im Jahre 2000 vonstatten ging. Dass er zur SpVgg kam, hat viel mit Bertram Schreiber, der ihn zum Verein „lotste“, zu tun. 

Dirk Stiehm, der Vereinsvorsitzende, ist des Lobes voll über den Mann, der so viel für die Spielvereinigung getan hat und immer noch tut: „Peter ist ein geachteter und anerkannter Sportler, welcher unermüdlich für unseren Sport da ist. Er hat maßgeblichen Anteil an der sehr positiven Entwicklung unseres Vereins, besonders im Nachwuchsbereich. Auch durch seine Tätigkeit und sein Wirken konnten die Mitgliedszahlen von 221 im Jahr 2023 auf aktuell 278 gesteigert und die Präsenz unseres Vereins, insbesondere in den Schulen im Ortsteil wesentlich erhöht werden“, so Stiehm. 2025 war der Zeitpunkt gekommen, seine Ehrenämter zu reduzieren. Aber er ist immer noch da, wenn der Verein ihn braucht. So betreut er zu den Heimspielen die Schiedsrichterkollektive, erledigt Ver– und Entsorgungsfahrten, unterstützt beim Verkauf von Speisen und Getränken und ist bei der Reparatur kleinerer Mängel und Schäden am und im Vereinsgebäude behilflich.

Auch die Deutsche Bahn kann sich, zumindestens bis Jahresende, weiterhin über seine Unterstützung freuen. Ehefrau Silke war mit in Dortmund, konnte aber leider in Eisenach nicht dabei sein. Die Ehe funktioniert sehr gut, obwohl seine Frau Bayern-Fan ist und er Schalke 04 die Daumen drückt.

Selbst wenn es am Sonntag im letzen Heimspiel der Landesklasse, Staffel 3, für Siebleben gegen die Jungs aus der Nähe von Meiningen auch aufgrund der möglichen Auf– und Abstiegskonstellationen um ganz viel geht, wird die besondere Aufmerksamkeit an diesem Tag auch Peter Zoldhahn gelten. Er hat es verdient.