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#Thüringen Pokal

"Jetzt-erst-recht-Gefühl" - Nils Butzen (FCC) vor dem Pokalfinale

Das Finale im Thüringen Pokal der Männer steht bevor: Am Samstag, 23. Mai 2026, treffen der FC Carl Zeiss Jena und der ZFC Meuselwitz aufeinander. Anstoß ist um 11:30 Uhr in der ad hoc arena im Ernst‑Abbe‑Sportfeld in Jena. Die Begegnung findet im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure statt.

Nils Butzen vom FC Carl Zeiss Jena konnte den Pokal 2024 bereits in die Höhe strecken. Vor zwei Jahren gewann er den Thüringen Pokal in gleicher Konstellation und möchte diesen Erfolg nun gerne wiederholen. Im Vorfeld des Finales spricht der 33‑Jährige über die aktuelle Stimmung im Team, Erinnerungen an den Titelgewinn sowie die besondere Bedeutung eines Finals.

Interview mit Nils Butzen

Am vergangenen Samstag habt ihr die Regionalligasaison mit dem Derbysieg abgeschlossen – möglicherweise war die Freude etwas getrübt, weil es knapp nicht zur Meisterschaft gereicht hat. Ist das bis zum Pokalfinale aus den Köpfen?
Nils Butzen: „Grundsätzlich waren wir natürlich enttäuscht, weil wir auch mitbekommen haben, dass es hätte auch anders laufen können. Die Enttäuschung war nach einigen Stunden aber wieder vergessen, und wir konnten stolz auf den Derbysieg sein und den auch ein bisschen feiern. Mit Blick auf den Pokal habe ich ein „Jetzt-erst-recht-Gefühl“ wahrgenommen, dass wir uns den jetzt auch holen wollen. Fast schon eine kleine Wut im Bauch.“

In gleicher Final-Konstellation, nur in einem anderen Stadion, habt ihr vor zwei Jahren den Pokal geholt. Ist das noch präsent oder spielt das mit Blick auf das anstehende Spiel keine Rolle?
„Wenn man den Landespokal schon gewonnen hat und es nun gegen denselben Gegner geht, hat man das natürlich schon im Hinterkopf. Ich erinnere mich gerne zurück – das war schon richtig cool, auch mit der Party danach und unserer Abschlussreise. Das wollen wir natürlich wiederholen.“

Damals folgte ein attraktives Spiel im DFB-Pokal gegen Leverkusen. Ist das eine zusätzliche Motivation für Samstag?
„Natürlich! Das eine bedingt das andere. Für mich zählt aber erstmal dieses Gefühl, etwas gewinnen zu können und einen Pokal nach oben zu halten. Das ist lohnenswert. Der DFB-Pokal ist nochmal ein toller Bonus.“

Das letzte Aufeinandertreffen mit Meuselwitz in der Regionalliga habt ihr verloren. Was müsst ihr diesmal anders machen als im Ligaspiel?
„Wenn ich an dieses Spiel zurückdenke, haben wir das in erster Linie verloren, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Daran hatten wir auch danach noch ein bisschen zu knabbern. Das kann man manchmal nicht erklären. Solche Spiele gewinnt man neun von zehn Mal, aber an diesem Tag halt nicht. Ich denke, dass wir am Samstag der Favorit sein werden, aber das ist auch gefährlich. Ich glaube, die aktuelle Tabelle täuscht da auch ein wenig. Meuselwitz ist besser, als es der Tabellenplatz aussagt.“

Zur Austragung des Finales ist das Los auf die ad hoc Arena in Jena gefallen. Für euch nochmal eine Gelegenheit, euch mit einem Titel von den Fans in die Sommerpause zu verabschieden?
„Nachdem es vor zwei Jahren in gleicher Konstellation in Meuselwitz war, empfinde ich es fast als gerecht, dass es in Jena stattfindet. Natürlich freuen wir uns darauf: zu Hause, volles Haus und hoffentlich der Pokalsieg. Dann wäre es auch ein würdiger Abschluss für die Saison.“

Wie bereitest du dich beziehungsweise bereitet ihr euch auf das Spiel vor? Wie vor jeder Partie oder macht man vor einem Endspiel etwas anders?
„Ich bin mir sicher, dass wir nichts anders machen. Ich zumindest mache alles wie immer. Möglicherweise wird in dieser Woche mal der ein oder andere Elfmeter mehr im Training geschossen, denn es kann ja durchaus in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen gehen. Das haben wir ja gegen Erfurt gesehen.“

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Foto: FC Carl Zeiss Jena